Indiesem Jahr steht nicht nur die Wahl eines neuen Bürgermeisters in der Gemeinde Nuthetal bevor, sondern auch die Genehmigung der 2. größten Mülldeponie in der Fresdorfer Heide. Schnelles Handeln ist gefragt, weshalb wir alle 3 Kandidaten mit 4 Fragen angeschrieben haben.
Herr Dr. Stefan Schneider und Herr Stephan Herz haben genatwortet. Wir haben leider keine Antwort von Herrn Hotescheck erhalten.
Sehr geehrter Herr Stephan Herz! Sehr geehrter Herr Daniel Hotescheck! Sehr geehrter Herr Dr. Stefan Schneider!
Die Bürgerinitiative Depo-Nie hatte sich 2015 aus Bürgerinnen und Bürgern der Gemeinden Nuthetal und Michendorf gegründet und wendet sich seitdem gegen die Planungen der zweitgrößten Deponie im Kiestagebau der Fresdorfer Heide. (Geplant sind sechs Bauabschnitte mit insgesamt 5,2 Mio. m³, beantragt sind jetzt die ersten drei Bauabschnitte). Der Standort inmitten eines Waldgebietes des Landschaftsschutzgebietes Nuthetal-Beelitzer Sander ist anders als in so einem Fall üblich nicht in einem landesweitem Suchverfahren ausgewählt worden, sondern war eine Idee der ehemaligen Besitzerin des Kiestagebaus, der Baustoff- und Recycling GmbH, die dort tonnenweise illegal Baumischabfall und Gelbe Säcke sortiert und zwischengelagert hat. Nach der Entdeckung der illegalen Ablagerung in den Böschungen des Kiestagebaus hätte der Müll aus dem Kiestagebau heraus kostenpflichtig entsorgt werden müssen. Große Teile liegen immer noch dort. In eine Deponie der Deponieklasse 1 können alle mineralischen Abfälle, die keine gefährlichen Abfälle sind, eingelagert werden. Beantragt sind 47 verschiedene Abfallfraktionen. Es handelt sich dabei um Gewerbe- und Industrieabfall. Inzwischen sind Fläche und Deponiepläne von dem großen Abfallunternehmen REMEX GmbH, eine Tochter von REMONDIS, gekauft worden. Auf der Gemarkung der Gemeinde Nuthetal liegt der Zufahrtsweg, dessen öffentliche Widmung umstritten ist. Hauptsächlich durch die Gemeinde Nuthetal soll bei Genehmigung der Deponie der Verkehrsstrom von täglich zusätzlich ca. 120 LKWs fahren.
Sie stellen sich am 10.Mai 2026 als zukünftiger Bürgermeister für die Gemeinde Nuthetal zur Wahl. Wir würden gern Ihre Position zu den Deponieplänen in der Fresdorfer Heide unseren Mitgliedern bekannt machen. Dazu würden wir Sie darum bitten, uns folgende Fragen zu beantworten. Zum besseren Verständnis können Sie Ihre Antworten auch gern begründen:
Halten Sie die Fresdorfer Heide für einen geeigneten Standort für die zweitgrößte Mineralstoffdeponie im Land Brandenburg?
Denken Sie, dass der Wald der Fresdorfer Heide mit diesem großen Deponieprojekt noch seine Erholungsfunktion für die benachbarten Orte erfüllen kann?
Halten Sie die zusätzlichen die Lärm- und Staubbelastungen durch den zusätzlichen LKW-Verkehr für vertretbar? Wenn nicht, welche Schritte würden Sie unternehmen, um diese Belastung von den Nuthetalerinnen und Nuthetalern abzuwenden?
Im Fall, Sie sprechen sich gegen die Deponieplanung aus: Welche Schritte und rechtlichen Möglichkeiten würden Sie unternehmen, um diese Planung zu beenden und welche Kooperationen würde Sie dabei eingehen?
Wir bitten Sie darum, uns diese Fragen schriftlich bis zum 04.05.2026 zu beantworten. Wir würden diese Antworten noch vor der Wahl auf unserer Homepage www.depo-nie.de veröffentlichen. Dazu bitten wir um Ihr Einverständnis. Gern setzen wir ein Foto von Ihnen dazu, wenn Sie uns das ebenfalls zukommen lassen einschließlich der Nutzungsrechte dafür.
Gefährdung von Grundwasser, Natur, Klima, Lebensqualität und Immobilienwerten
Wie die Märkische Allgemeine Zeitung am 15. Januar berichtet (Link s.u.) , soll das seit 2016 laufende Genehmigungsverfahren für die geplante Bauschuttdeponie in der Fresdorfer Heide im Jahr 2026 abgeschlossen werden. Das zuständige Landesumweltamt (LfU) kündigte an, noch in diesem Jahr eine Entscheidung zu treffen. Für den Fall einer Genehmigung hat die Gemeinde Michendorf bereits angekündigt, rechtlich dagegen vorzugehen. Grundlage dafür ist ein einstimmiger Beschluss der Gemeindevertretung, der Bürgermeisterin und Verwaltung ausdrücklich den Rücken stärkt.
Die Kommune bekräftigt ihren Willen zur Renaturierung der ausgekiesten Flächen und verweist auf bestehende Planungen, die eine Deponienutzung an diesem Standort nicht vorsehen. Diese Position wurde auch in der Sitzung des Gemeindeentwicklungsausschusses (GEA) am 7. Januar 2026 erneut sehr deutlich. Bürgermeisterin, Ausschussmitglieder und zahlreiche anwesende Bürgerinnen und Bürger stellten klar: Eine Deponie in der Fresdorfer Heide wird abgelehnt.
Aus Sicht der Bürgerinitiative Depo-NIE ist diese Haltung folgerichtig. Die geplante Deponie gefährdet die Grundwasserreserven der Region, Natur- und Klimaschutz, die Lebensqualität vor Ort sowie – wie auch im MAZ-Artikel benannt (Link s.u.) – den Wert von Grundstücken und Immobilien in den betroffenen Gemeinden.
Der Betreiber REMEX GmbH setzt parallel den Kiesabbau fort und führt eigene Ausgleichs- und Entsorgungsmaßnahmen durch. Gleichzeitig wird das Gebiet seit Jahren faktisch auf eine Deponienutzung vorbereitet – obwohl weiterhin zwei zentrale Verfahren anhängig sind:
die Erweiterung des Kiessandtagebaus
das Genehmigungsverfahren für die Deponie
Nach Aussagen der anwesenden Vertreter von REMEX (Prokurist Stefan Roll und Betriebsstättenleiter Marco Keskowski) seien Rücklagen für die Nachsorge beim Bergamt hinterlegt. Vor dem Hintergrund der Erfahrungen mit der früheren Betreiberin BZR wirft dies jedoch grundlegende Fragen auf. Sollte es in den laufenden Verfahren zu einer Niederlage kommen, wäre es politisch und behördlich nicht hinnehmbar, wenn Gewinne privatisiert, Risiken und Folgekosten jedoch der Allgemeinheit aufgebürdet würden.
Aufnahme aus dem Jahr 2025
Ungeklärt blieb zudem die Entsorgung von teilweise gefährlichen Abfällen, die seit fast 20 Jahren illegal auf dem Gelände lagern. Hier stellen sich weitere Fragen: Welche Genehmigungen wurden in der Vergangenheit erteilt? Wurde das Liegenlassen dieser Abfallhaufwerke zunächst geduldet, um sie später in einer bislang nicht genehmigten Deponie zu entsorgen? Und handelt es sich bei der aktuellen Entsorgung um eine behördliche Auflage oder lediglich um eine Empfehlung?
Auch die Diskussion um eine Wall- und Zaunanlage, die möglicherweise nicht auf dem Gelände des Betreibers errichtet wurde und nun zurückversetzt werden müsste, zeigt erneut die Defizite im Verfahren. Trotz gemeinsamer Begehungen mit dem Landrat Köhler und Mitarbeitenden in der Vergangenheit, anhaltendem Schriftverkehr und Gesprächen mit der Gemeinde Michendorf liegen bis heute keine klaren Antworten des Landkreises vor. Wurde der Zaun durch das Bergamt genehmigt? Wurde seine Lage geprüft?
Was an diesem Abend erneut deutlich wurde: Die Verfahren rund um Kiesabbau und Deponie sind nach wie vor intransparent und schwer nachvollziehbar. Welche Entscheidungen wann, durch wen und auf welcher Grundlage getroffen wurden, lässt sich nur mit großem Aufwand rekonstruieren. Antworten zu erhalten ist eine Sisyphos-Arbeit – eine Aufgabe, der sich die Bürgerinitiative Depo-NIE nun seit über zehn Jahren stellt.
💪 Die BI Depo-NIE ist vorbereitet. Die Planungen für das entscheidende Jahr 2026 laufen auf Hochtouren.
🫵 Gerade jetzt sind wir mehr denn je auf eure Spenden und eure tatkräftige Unterstützung angewiesen.
👉 Melde Euch bei uns unter info@depo-nie.de, wenn Ihr Ideen, Fragen oder Hinweise habt
Am kommenden Mittwoch befasst sich der Gemeindeentwicklungsausschuss der Gemeinde Michendorf mit einem Thema, das für die Zukunft der Fresdorfer Heide und für viele Menschen in Michendorf und Nuthetal von großer Bedeutung ist.
Sitzungstermin: Mittwoch, 07.01.2026, 19:00 Uhr Raum, Ort: Sitzungsraum 3. OG, Rathaus der Gemeinde Michendorf, Richard- Muth-Platz 1, 14552 Michendorf
Unter Tagesordnungspunkt 6 stellt sich der Eigentümer des Geländes in der Fresdorfer Heide, die REMEX GmbH, im Ausschuss vor. Vorgestellt werden sollen dabei sowohl das Unternehmen selbst als auch die (Bau-)Maßnahmen auf dem Gelände.
Diese Sitzung ist öffentlich. Damit bietet sie Bürgerinnen und Bürgern die Möglichkeit, sich aus erster Hand zu informieren, zuzuhören und den Austausch zwischen Politik, Verwaltung und Unternehmen mitzuerleben.
Warum dieser Termin wichtig ist
Die Fresdorfer Heide ist seit über 10 Jahren Gegenstand intensiver Diskussionen. Sie ist nicht nur ein wertvolles Natur- und Erholungsgebiet, sondern auch ein sensibler Raum mit Bedeutung für Grundwasser, Klima und Biodiversität. Entscheidungen, die diesen Ort betreffen, haben daher weitreichende Auswirkungen – heute und in Zukunft.
Die Vorstellung der REMEX im Gemeindeentwicklungsausschuss ist ein wichtiger Baustein für Transparenz und demokratische Beteiligung. Öffentlich tagende Ausschüsse sind ein zentrales Element kommunaler Entscheidungsprozesse. Sie ermöglichen es, Planungen sichtbar zu machen und unterschiedliche Perspektiven zusammenzuführen.
Themen, die viele Bürgerinnen und Bürger bewegen
Im Zusammenhang mit den Planungen auf dem Gelände der Fresdorfer Heide gibt es eine Reihe von Fragen, die viele Menschen in der Region beschäftigen und die auch im Rahmen der Sitzung angesprochen werden können.
Wasserversorgung in Michendorf und Nuthetal Die langfristige Sicherung der Trinkwasserversorgung ist eines der zentralen Zukunftsthemen unserer Region. Vor dem Hintergrund zunehmender Trockenheit und steigender Nutzungskonflikte stellt sich für viele die Frage, welche Auswirkungen geplante Maßnahmen auf dem Gelände auf das Grundwasser haben könnten.
Flächennutzungsplan und Renaturierung Im aktuellen Vorentwurf des Flächennutzungsplans ist die betroffene Fläche schraffiert und in der Legende als „Renaturierung von bergbaulich genutzter Fläche“ ausgewiesen. Viele Bürgerinnen und Bürger interessiert, wie die vorgestellten Maßnahmen mit diesen planerischen Zielsetzungen in Einklang gebracht werden sollen und welche Perspektive für die langfristige Entwicklung des Gebiets gesehen wird.
Diese und weitere Aspekte können – sachlich und respektvoll – Teil des Austauschs im Ausschuss sein. Anwesenheit und Zuhören sind wichtige Formen demokratischer Beteiligung.
Auch der Blick auf die kommunale Politik zählt
Die Sitzung bietet nicht nur die Gelegenheit, die REMEX kennenzulernen. Sie ermöglicht ebenso, sich ein Bild davon zu machen, wie die Mitglieder des Gemeindeentwicklungsausschusses mit dem Thema umgehen, welche Fragen sie stellen und welche Schwerpunkte sie setzen.
Gerade bei komplexen Vorhaben ist es wichtig, dass kommunale Gremien kritisch nachfragen, unterschiedliche Interessen abwägen und die Belange der Bürgerinnen und Bürger im Blick behalten.
Unser Appell: Nutzen wir die Öffentlichkeit
Als Bürgerinitiative setzen wir uns erfolgreich seit über 10 Jahren Jahren für den Erhalt der Fresdorfer Heide ein. Dabei ist uns eines besonders wichtig: Sachlichkeit, Transparenz und Beteiligung.
Öffentliche Sitzungen leben davon, dass Menschen teilnehmen. Je mehr Bürgerinnen und Bürger vor Ort sind, desto deutlicher wird, dass dieses Thema die Region bewegt.
Unsere Einladung: Kommt zur Sitzung des Gemeindeentwicklungsausschusses. Informiert euch. Hört zu. Stellt Fragen (TOP 3 – Einwohnerfragstunde), wenn ihr möchtet. Und macht euch ein eigenes Bild – von den Planungen, vom Unternehmen und vom Umgang der Politik mit diesem wichtigen Thema.
Die Fresdorfer Heide braucht Aufmerksamkeit und eine informierte Öffentlichkeit. Gemeinsam können wir dazu beitragen.
Seit über 10 Jahren kämpfen wir erfolgreich gegen die Pläne, in der Fresdorfer Heide die größte Mülldeponie Brandenburgs zu errichten.
Das einzigartige Naturgebiet mit seinem einzigen Kesselmoor in der Nuthe-Nieplitz-Niederung, das zu den besonders sensiblen Mooren im gesamten Land Brandenburg zählt ist ebenso gefährdet, wie die Wälder und wertvollen Grundwasserreserven nahe des Seddiner Sees.
Aktuell laufen Gerichtsverfahren, um diese Pläne zu stoppen – und dafür brauchen wir finanzielle Unterstützung.
Und https://secure.betterplace.org/… unterstützt an den vier Adventssonntagen und macht Eure Spenden noch wertvoller: 25 % Extra auf jede Spende für den Erhalt der Fresdorfer Heide.
So funktioniert’s: 💚 Bei 50 € Spende → betterplace gibt 12,50 € dazu = 62,50 € 💚 Ab 100 € Spende → fester Bonus von 25 € = bei 150 € kommen 175 € an
Wir freuen uns über Eure Unterstützung am kommenden Sonntag, dem 3. Advent. Vielen Dank.
Der Regionalplan Havelland-Fläming wurde erneut öffentlich ausgelegt. Die 2. Auslegung endet bereits am 21.Oktober 2025.
Noch immer wird der Kiestagebau Fresdorfer Heide als Vorrang-Gebiet (jetzt als VR05) für den Kiestagebau geführt, obwohl die Stellungnahmen der Gemeinden Michendorf und Nuthetal, die der Umweltverbände und einer hohen Anzahl von Bürgerinnen und Bürgern eine Streichung des Kiestagesbaus Fresdorfer Heide als Vorrang- bzw. Vorbehaltsgebiete VR 05/VB 07 (1. Entwurf) gefordert hatten. Die Geschäftsstelle der Planungsgemeinschaft hat diese Forderung abgelehnt.
Die Begründungen der Planungsstelle dafür, dass es sich bei dem Kiestagebau der Fresdorfer Heide um ein wirtschaftlich bedeutsames Vorkommen, ein Vorranggebiet für Kiessand von 50 ha handelt, sind angesichts des ausgekiesten Tagebaus für uns nicht nachvollziehbar.
Deswegen ist es nun wieder an Ihnen als betroffene Bürger, hier in möglichst großer Zahl deutlich zu machen, dass eine weitere Nutzung der Fresdorfer Heide sowohl für den Kiessandtagebau als auch als Deponiegelände durch die Bürger nicht gewünscht ist. Nur wenn in großer Menge entsprechende Stellungnahmen eingehen, können wir hier vielleicht noch eine Veränderung im Regionalplan bewirken.
Nur noch bis zum 21. Oktober 2025 können Sie daher Ihre Stellungnahmen per E-Mail an info@havelland-flaeming.de oder per Post an die Regionale Planungsgemeinschaft Havelland-Fläming, Oderstraße 65 in 14513 Teltow verschicken.
Ein Musterschreiben kann hier als pdf oder Worddokument herunter geladen werden.
Als wir gemeinsam mit dem Journalisten David Zaunert für den Artikel der nd durch die Fressdorfer Heide spazierten, wurde das Ausmaß der Zerstörung erneut greifbar.
Der Artikel greift die aktuelle Situation auf und führt noch einmal aus, dass mitten in der Fresdorfer Heide, einem Landschaftsschutzgebiet, eine Deponie der Klasse 1 entstehen soll – mit Millionen Kubikmetern Abfall und enormem Profitpotenzial für einen Entsorgungskonzern.
Gegen die Stimmen von uns Bürgern, unserer Bürgerinitiative, den Gemeinden und Naturschutzverbänden, die wir alle vor Risiken für ein sensibles Moorgebiet, zunehmendem Lkw-Verkehr, Waldbrandgefahr und der endgültigen Abkehr von der ursprünglich zugesagten Renaturierung warnen.
David hat Geografie studiert, mit einem Schwerpunkt auf Klimawandel. Als freier Journalist arbeitet er für diverse Medien, unter anderem die »Frankfurter Rundschau« und »Süddeutsche Zeitung«. Seit 2022 ist er zudem Teil des Redaktionsteams von klimareporter°. Seine Schwerpunkte liegen in den Bereichen Klimaforschung und -bewegung sowie der Frage, wie eine klimagerechte Transformation aussehen kann. Seine Texte erscheinen im »nd« überwiegend unter der Rubrik Wirtschaft und Umwelt.
Quelle: ISOE – Landkreise und kreisfreie Städte in Deutschland, die unter strukturellem und/oder akutem Grundwasserstress leiden.
Was schon seit Anbeginn unsere Kampfes gegen die geplante Deponie in der Fresdorfert Heide ein wichtiges Thema war, wird nun (endlich) politisch thematisiert: Das WASSER.
Im Juni diesen Jahres wurde durch das Institut für sozial-ökologische Forschung (ISOE) im Auftrag des BUND eine Überblicksstudie „Grundwasserstress in Deutschland“ veröffentlicht. Die Studie zeigt u.a auf, dass nicht nur bei uns im Landkreis Grundwasserstress besteht, sondern in fast ganz Brandenburg und den angrenzenden Landkreisen der Bundesländer Sachsen-Anhalt und Sachsen. Hauptursachen sind steigender Wasserverbrauch (Haushalte, Landwirtschaft, Industrie), Verschmutzung durch Nitrat, Pestizide und Chemikalien sowie die Folgen der Klimakrise (Trockenheit, sinkende Grundwasserstände, Extremwetter).
Da Grundwasser mehr als zwei Drittel unseres Trinkwassers liefert und zugleich Lebensraum für wichtige Ökosysteme ist, fordert der BUND:
Weniger verbrauchen (gerechte Preise, Entnahme-Monitoring)
Nutzungen klar priorisieren (Mensch und Natur vor Industrie)
Sauber halten (Chemikalien, Pestizide und Nährstoffeinträge begrenzen)
Vorräte stärken (Renaturierung von Böden, Wäldern, Auen und Mooren)
Die Studie macht deutlich: Grundwasser ist keine unendliche Ressource – es braucht dringend besseren Schutz.
Die MAZ berichtet – „Streit um Fresdorfer Heide: Deponie oder Wasser-Versorgung in Michendorf und Nuthetal“
In dem MAZ-Artikel vom 16.08.2025 (derzeit noch hinter der Paywall €) wird berichtet, dass der Wasservebdand Mittelgraben, zuständig für Michendorf und Nuthetal, mögliche Trinkwasserreserven in der Fresdorfer Heide erkunden und langfristig sichern möchte. Hintergrund sind wachsende Bedarfe durch Bevölkerungszuwachs, Klimawandel und sinkende Grundwasserspiegel in der Region.
Ein vierstufiger Plan sieht zunächst eine Machbarkeitsstudie vor, an deren Kosten sich auch die Energie und Wasser Potsdam GmbH beteiligt. Später könnten Probebohrungen und Versuchsbrunnen folgen, um die tatsächliche Eignung zu prüfen.
Der Verband betont, dass Trinkwassersicherung Vorrang haben müsse, da es um die Versorgung künftiger Generationen gehe. Noch ist unklar, ob die vermuteten Vorräte nutzbar sind – doch der Verband sieht es als notwendig an, mögliche Ressourcen rechtzeitig zu sichern, bevor sie durch andere Nutzungen dauerhaft verloren gehen.
Die nächsten Schritte und wichtigsten Daten sind zu diesem Verfahren sind:
24. September: In der Verbandsversammlung soll über einen Beschlussantrag abgestimmt werden, der die Erarbeitung einer Machbarkeitsstudie vorsieht.
Kosten Machbarkeitsstudie: ca. 25.000 €, davon übernimmt die Energie und Wasser Potsdam GmbH (EWP) 50 %.
Vierstufiger Plan:
Machbarkeitsstudie (Startschuss nach Beschluss am 24.09.).
Erste Voruntersuchungen und 4–6 Probebohrungen (falls sinnvoll).
Langzeitpumpversuch und Ausbau einer Grundwassermessstelle.
Bei positivem Ergebnis: Wassererschließung (Brunnen- und Wegebau, Antrag bei der Wasserbehörde).
Gesamtkosten für alle vier Stufen: ca. 1,65 Mio. € (ohne Bau eines Wasserwerks).
Ein mögliches Wasserwerk könnte erst in 10–15 Jahren folgen, wenn der Bedarf akut wird.
Wir haben acht Kandidaten unseres Wahlkreises die gleichen sechs Fragen geschickt und um deren Standpunkte gebeten.
Von den acht Kandidaten haben nur zwei geantwortet:
Annalena Baerbock (Bündnis 90 – Die Grünen)
Isballe Vandre (Die Linke)
Die Antworten haben wir veröffentlicht.
Überhaupt keine Reaktion haben wir von folgenden Kandidaten erhalten:
Olaf Scholz (SPD)
Alexander Tassis (AfD)
Tabea Gutschmidt (CDU)
Linda Teuteberg (FDP)
Dr. Michael Reichert (Freie Wähler)
Benjamin Körner (Volt)
Schwer zu sagen, voran es lag. Kein Interesse, keine Zeit, der Themenbereich ist nicht deren Kernkompetenz, die Zeit unserer Anfrage war zu kurzfristig, … egal was, eine kurze Antwort hätte uns erfreut.
Wir bleiben dran und werden weiter den Kontakt suchen.