Archiv für den Monat: Mai 2022

Schreiben Sie noch heute Ihre Stellungnahme zum Entwurf des Regionalplans Havelland-Fläming 3.0

Wir hatten kürzlich für Sie über die Öffentliche Auslegung des Entwurfs des Regionalplans Havelland-Fläming 3.0 berichtet.

Nun ist es an Ihnen als betroffene Bürger, hier in möglichst großer Zahl deutlich zu machen, dass eine weitere Nutzung der Fresdorfer Heide sowohl für den Kiessandtagebau als auch als Deponiegelände durch die Bürger nicht gewünscht ist. Nur wenn in großer Menge entsprechende Stellungnahmen eingehen, können wir hier vielleicht noch eine Veränderung im Regionalplan bewirken.

Nur noch bis zum 9. Juni 2022 können Sie daher Ihre Stellungnahmen per E-Mail an info@havelland-flaeming.de oder per Post an die Regionale Planungsgemeinschaft Havelland-Fläming, Oderstraße 65 in 14513 Teltow verschicken.

Nutzen Sie diese Chance und unterstützen Sie uns dabei, ein Zeichen zu setzen. Inhaltlich können Sie die üblichen Argumente aus Ihren Einwendungen gegen die Erweiterung des Kiessandtagebaus bzw. den Deponieplanungen übernehmen.

Ein Musterschreiben könnte somit wie folgt aussehen:

Betrifft Stellungnahme zum Entwurf des Regionalplans Havelland-Fläming 3.0

Sehr geehrte Damen und Herren,

gemäß der öffentlichen Bekanntmachung zum Entwurf des Regionalplans Havelland-Fläming 3.0 vom 05.10.2021 möchte ich hiermit Ihnen meine Stellungnahme zukommen lassen. Im vorliegenden Entwurf wird die Fresdorfer Heide als Vorranggebiet für den Kiestagebau sowie als Vorbehaltsgebiet für die Erweiterung des Tagebaubetriebes ausgewiesen.

Mit diesen Planungen bin ich nicht einverstanden und bitte daher um Anpassung der Planungen des Regionalplans Havelland-Fläming 3.0.

Folgende Gründe sprechen aus meiner Sicht gegen die weitere Nutzung der Fresorfer Heide als Kiessandtagebaugebiet:

  • wiederholte Gemeindebeschlüsse in Michendorf und Nuthetal gegen die weitere Nutzung als Kiessandtagebau über den aktuellen Genehmigungszeitraum hinaus
  • Anträge der Gemeinden Michendorf und Nuthetal in den zurückliegenden Regionalplanungstreffen die Fresdorfer Heide nicht weiter als Vorranggebiet für den Kiestagebau und/oder als Vorbehaltsgebiet für die Erweiterung des Tagebaubetriebes vorzusehen
  • klare Positionierung des Wasser- und Abwasserzweckverband „Mittelgraben“ gegen die weitere bergbauliche Nutzung der Fresdorfer Heide u.a. aufgrund der bereits heute angespannten Grundwasserversorgung sowie den weiterhin steigenden Wasserbedarf der Wasserversorgungsregion in der Region Michendorf, Nuthetal und Potsdam
  • über 1200 Einwendungen von betroffenen Bürgern in den beiden laufenden Verfahren beim LBGR und LfU zur Erweiterung des Kiessandttagebaus bzw. zur Errichtung einer Deponie in der Fresdorfer Heide
  • Gefahr der Grund- und Trinkwasserverschmutzung in der Region, weit über die Ortsgrenzen hinaus
  • viele hundert LKWdurchfahrten täglich in den umliegenden Gemeinden (keine Anbindung des Geländes an Wasser- oder Schienenwege)
  • massiv erhöhte Waldbrandgefahr
  • stark erhöhte Luftverschmutzung und Feinstaubbelastung durch die weitere industrielle Nutzung der Fresdorfer Heide
  • Lärmbelastung für Tier und Mensch in der Region
  • Zerstörung eines naturnahen Lebens- & Erholungsraum, unmittelbar angrenzend an ein Naturschutzgebiet
  • Klimaschutz
  • Dimensionen eines zukünftigen Kiessandtagesbaus
  • Entwertung von Eigentum

Bitte bestätigten Sie mir den Erhalt meiner Nachricht binnen 5 Werktagen.

Mit freundlichen Grüßen


Bitte individualisieren Sie das Schreiben möglichst, um den Eindruck von Gleichförmigkeit und Massenmailing zu vermeiden.

Für mehr argumentative Details können Sie gern auf unsere Beispiele aus 2017 zurückgreifen.

 

Öffentliche Auslegung des Entwurfs des Regionalplans Havelland-Fläming 3.0 – Stellungnahmen noch bis 9. Juni 2022 möglich

Nutzen Sie die Chance. Schreiben Sie eine Stellungnahme gegen die Erweiterungsmöglichkeit des  Tagebaues in der Fresdorfer Heide.

Nur Noch bis zum 09. Juni 2022 können Sie eine Einwendung gegen den Entwurf des Regionalplanes  HavellandFläming 3.0 unter anderem unter info@havelland-flaeming.de einreichen.

Der aktuelle Entwurf beinhaltet den Ausweis eines Vorranggebietes für  den Kiestagebaues in der Fresdorfer Heide sowie eines Vorbehaltsgebietes für die Erweiterung dieses Tagebaubetriebes. Dies ist mit Blick auf die geplante spätere Nutzung als Mülldeponie (DK I) ein  wesentlicher Schritt zur Realisierung des Mülldrehkreuzes MichendorfNuthetal.

Warum ist Ihre Einwendung jetzt so wichtig?

Es geht um die zukünftige und langfristige Gestaltung der Region in der wir leben. Der aktuelle Entwurf  des Regionalplanes HavellandFläming 3.0 wurde auch durch Stellungnahmen des Landesamtes für  Bergbau, Geologie und Rohstoffe (LBGR) beeinflusst und eröffnet die Perspektive, den Kiesbergbau in  der Fresdorfer Heide fortzuführen und zu erweitern.

Der aktuelle Entwurf des Regionalplanes HavellandFläming 3.0 verstößt aus unserer Sicht aus den folgenden Gründen  gegen den Grundsatz des Leitbilds für den Landkreis PotsdamMittelmark „Selbstbestimmt die Zukunft gestalten.“  Gemäß der Entwicklungsziele des Landschaftsrahmenplans des Landkreises PotsdamMittelmark soll  die bisherige Kiestagebaufläche in der Fresdorfer Heide als Fläche mit hoher Grundwasserneubildung
erhalten werden. (Landschaftsrahmenplan des Landkreises PotsdamMittelmark, Karte 1, Teilblatt Nordost, Entwicklungsziele)

Außerdem sollen Bergbauflächen, wie die in der Fresdorfer Heide, zu vielseitigen Lebensräumen mit  offenen Trockenstandorten, vegetationsarmen Gewässern, Steilwänden, Ruderalfluren, und Vorwäldern entwickelt werden. (Landschaftsrahmenplan des Landkreises PotsdamMittelmark, Band 1, Entwicklungsziele und
Maßnahmen, Tz. 2.1.1 Biotope, Vegetation, Flora, Seite 22, Teilüberschrift: Ehemalige Bergbauflächen)

Der Entwurf zum Regionalplan HavellandFläming 3.0 sieht in der Fresdorfer Heide nunmehr den  Ausweis eines Vorranggebietes (VR 05) für den Kiestagebau und darüber hinaus den Ausweis eines  Vorbehaltsgebietes (VB 07) für die geplante Erweiterung des Kiestagesbaues in der Fresdorfer Heide  vor. (Festlegungskarte zum Entwurf des Regionalplanes HavellandFläming 3.0)

Dies ist unvereinbar mit den Planungen und Entwicklungszielen des Landkreises PotsdamMittelmark,  auf die sich auch die Gemeinden Michendorf und Nuthetal sowie die hier lebenden Menschen bisher berufen dürfen.

Nach den ursprünglichen betrieblichen Rahmenplanungen sollte die Tagebaufläche in der Fresdorfer  Heide bereits gegen Ende des Jahres 2020 vollständig der Natur und den Menschen zurückgegeben  werden. Eine kurzeitige Verlängerungsoption ergab sich durc eine Entscheidung des LBGR im Jahr  2020 bis zum Ende des Jahres 2022.

Nun sollen entgegen allen gültigen Bescheiden über die Rahmenbetriebsplanungen und im  Widerspruch zu den Planungen und Entwicklungszielen des Landkreises Potsdam Mittelmark neue Möglichkeiten für die bergbauliche Nutzung der Fresdorfer Heide geschaffen werden.

Dies auch mit  Blick auf eine spätere Nutzung als Mülldeponie.


Wer die Mülldeponie verhindern will, muss nunmehr auch gegen den aktuellen Entwurf des  Regionalplanes HavellandFläming 3.0 Einwendungen erheben. Dieses ist glücklicher Weise nicht nur per Post sondern auch per E-Mail möglich. 

Es gilt hier nun mit möglichst großer Masse zu zeigen das die weitere Nutzung der Fresdorfer Heide für den Kiessandtagebau nicht gewünscht.

Bitte richten Sie Ihre Stellungnahme an die

Regionale Planungsgemeinschaft
Havelland-Fläming
Oderstraße 65
14513 Teltow
info@havelland-flaeming.de