Öffentliche Auslegung des Entwurfs des Regionalplans Havelland-Fläming 3.0 – Stellungnahmen noch bis 9. Juni 2022 möglich

Nutzen Sie die Chance. Schreiben Sie eine Stellungnahme gegen die Erweiterungsmöglichkeit des  Tagebaues in der Fresdorfer Heide.

Nur Noch bis zum 09. Juni 2022 können Sie eine Einwendung gegen den Entwurf des Regionalplanes  HavellandFläming 3.0 unter anderem unter info@havelland-flaeming.de einreichen.

Der aktuelle Entwurf beinhaltet den Ausweis eines Vorranggebietes für  den Kiestagebaues in der Fresdorfer Heide sowie eines Vorbehaltsgebietes für die Erweiterung dieses Tagebaubetriebes. Dies ist mit Blick auf die geplante spätere Nutzung als Mülldeponie (DK I) ein  wesentlicher Schritt zur Realisierung des Mülldrehkreuzes MichendorfNuthetal.

Warum ist Ihre Einwendung jetzt so wichtig?

Es geht um die zukünftige und langfristige Gestaltung der Region in der wir leben. Der aktuelle Entwurf  des Regionalplanes HavellandFläming 3.0 wurde auch durch Stellungnahmen des Landesamtes für  Bergbau, Geologie und Rohstoffe (LBGR) beeinflusst und eröffnet die Perspektive, den Kiesbergbau in  der Fresdorfer Heide fortzuführen und zu erweitern.

Der aktuelle Entwurf des Regionalplanes HavellandFläming 3.0 verstößt aus unserer Sicht aus den folgenden Gründen  gegen den Grundsatz des Leitbilds für den Landkreis PotsdamMittelmark „Selbstbestimmt die Zukunft gestalten.“  Gemäß der Entwicklungsziele des Landschaftsrahmenplans des Landkreises PotsdamMittelmark soll  die bisherige Kiestagebaufläche in der Fresdorfer Heide als Fläche mit hoher Grundwasserneubildung
erhalten werden. (Landschaftsrahmenplan des Landkreises PotsdamMittelmark, Karte 1, Teilblatt Nordost, Entwicklungsziele)

Außerdem sollen Bergbauflächen, wie die in der Fresdorfer Heide, zu vielseitigen Lebensräumen mit  offenen Trockenstandorten, vegetationsarmen Gewässern, Steilwänden, Ruderalfluren, und Vorwäldern entwickelt werden. (Landschaftsrahmenplan des Landkreises PotsdamMittelmark, Band 1, Entwicklungsziele und
Maßnahmen, Tz. 2.1.1 Biotope, Vegetation, Flora, Seite 22, Teilüberschrift: Ehemalige Bergbauflächen)

Der Entwurf zum Regionalplan HavellandFläming 3.0 sieht in der Fresdorfer Heide nunmehr den  Ausweis eines Vorranggebietes (VR 05) für den Kiestagebau und darüber hinaus den Ausweis eines  Vorbehaltsgebietes (VB 07) für die geplante Erweiterung des Kiestagesbaues in der Fresdorfer Heide  vor. (Festlegungskarte zum Entwurf des Regionalplanes HavellandFläming 3.0)

Dies ist unvereinbar mit den Planungen und Entwicklungszielen des Landkreises PotsdamMittelmark,  auf die sich auch die Gemeinden Michendorf und Nuthetal sowie die hier lebenden Menschen bisher berufen dürfen.

Nach den ursprünglichen betrieblichen Rahmenplanungen sollte die Tagebaufläche in der Fresdorfer  Heide bereits gegen Ende des Jahres 2020 vollständig der Natur und den Menschen zurückgegeben  werden. Eine kurzeitige Verlängerungsoption ergab sich durc eine Entscheidung des LBGR im Jahr  2020 bis zum Ende des Jahres 2022.

Nun sollen entgegen allen gültigen Bescheiden über die Rahmenbetriebsplanungen und im  Widerspruch zu den Planungen und Entwicklungszielen des Landkreises Potsdam Mittelmark neue Möglichkeiten für die bergbauliche Nutzung der Fresdorfer Heide geschaffen werden.

Dies auch mit  Blick auf eine spätere Nutzung als Mülldeponie.


Wer die Mülldeponie verhindern will, muss nunmehr auch gegen den aktuellen Entwurf des  Regionalplanes HavellandFläming 3.0 Einwendungen erheben. Dieses ist glücklicher Weise nicht nur per Post sondern auch per E-Mail möglich. 

Es gilt hier nun mit möglichst großer Masse zu zeigen das die weitere Nutzung der Fresdorfer Heide für den Kiessandtagebau nicht gewünscht.

Bitte richten Sie Ihre Stellungnahme an die

Regionale Planungsgemeinschaft
Havelland-Fläming
Oderstraße 65
14513 Teltow
info@havelland-flaeming.de